Social Media Marketing für Trainer und Coaches 3/10 – Beruf und Privatleben

Die Privatsphäre im Netz und in den Social Media ist derzeit Thema vieler auch medial geführter Diskussionen. Auch im Berufsleben und damit beim Social Media Marketing ist die Trennung von Beruf und Privatsphäre ein wichter Aspekt, der all zu häufig vernachlässigt wird!

Soll der potentielle Auftraggeber Fotos von Ihnen und Ihren Freunden beim Oktoberfestbesuch sehen? Ein Video aus dem Badeurlaub vielleicht?

Eine Anekdote aus meiner Studienzeit: Eine Freundin hat sich vor einigen Jahren – damals war das Social Media Netzwerk studivz noch hochaktuell – auf eine Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der juristischen Fakultät beworben. Diese Stellen werden an den Unis gut bezahlt, sind daher und auch zur Finanzierung der eigenen ForYoung students watching photos on their digital interface in university libraryschung sehr beliebt. Während der Bewerbungsphase musste sie nun wegen anderer Angelegenheiten in das Sekretariat. Auf dem Schreibtisch lagen gerade zufällig alle Bewerbungsunterlagen und wie es der Teufel will, ihre Bewerbung an oberster Stelle. Und ganz oben ein Ausdruck ihres studivz Profils. Fotos. Freunde. Kommentare. Gruppen (es war damals in Mode sich möglichst vielen, Witz-Gruppen aka „Bib-Sex“ oder „Vorglühen“ beizutreten).

Sie hat die Stelle nicht bekommen.

Nun, dieses Beispiel – wenn auch aus der Vergangenheit – sollte sehr eindrücklich verdeutlichen, warum es von Vorteil sein kann Berufliches von Privatem strikt zu trennen! Denn ihre Social Media Profile werden nicht nur bei Bewerbungsphasen unter die Lupe genommen. Gehen Sie davon aus, dass ein potentieller Auftraggeber auch Ihre Social Media Profile überprüft, um zu wissen, mit wem er es zu tun hat. Auch wenn Sie dort keine anrüchigen Inhalte veröffentlicht haben, muss Ihr Kunde in spe nicht unbedingt erfahren, mit wem Sie befreundet sind, über welche Themen Sie sich unterhalten und welche Profile sie abonniert haben. Das wirkt unprofessionell! Und auch das ist Teil von Social Media Marketing! Sie wollen ja schließlich als kompetenter, ernsthafter Trainer wahrgenommen werden.

Unsere Handlungsempfehlungen zur Trennung von Business und Privatsphäre

 1. „Befreunden“ Sie in den Social Media keine Business-Kontakte ! Dafür haben Sie xing und linkedin. „Facebook-Freunde“ haben Einblick in all Ihre Konversationen und Fotos. Seien Sie Sich dessen bewusst, wenn Sie Freundschaftsanfragen beantworten. Mögliche Ausnahme: Sie haben Profile in anderen sozialen Netzen, die Sie ausschließlich beruflich verwenden und nichts Privates dort publik machen. Unsere Emfpehlung: Facebook für (echte) Freunde, Xing (linkedin) für Business-Kontakte.

2. Nutzen Sie die Privatsphäre-Einstellungen der sozialen Netzwerke! Ja, es ist aufwendig und kostet Zeit, aber es lohnt sich. Wenn Sie gar keine Einstellungen vornehmen könnte es sein, dass auch unbefreundete Nutzer auf Ihr vollständiges Profil zugreifen können. Und Achtung: Facebook und auch andere Anbieter ändern von Zeit zu Zeit die Privatspäre-Einstellungen. Überprüfen Sie jedes Mal, ob Ihr Privates noch privat ist!

3. Wenn möglich: Legen Sie 2 Accounts in dem sozialen Netz an, in welchem Sie sowohl privat als auch im Business präsent sein möchten. Facebook ist hier eine Ausnahme, da es keine Doppelaccounts erlaubt, aber Business-Profile ermöglicht. Achtung: Erstellen Sie nur dann ein Business-Profil, wenn Sie auch die Absicht haben es entsprechend zu nutzen (2/10 Ressourcenorientierung im Social Media Marketing). Wenn Sie die nötigen Privatsphäre-Einstellungen getroffen haben, können Sie Facebook auch für beide Öffentlichkeits-Bereiche nutzen.
Im Twitter-Netzwerk zum Beispiel können Sie problemlos zwei Accounts anlegen. Tun Sie das, wenn Sie dort auch privat kommunizieren möchten.

4. Verwenden Sie Xing absolut nicht privat. Xing ist die Verlängerung der digitalen Visitenkarte. Sie werden schon bald erleben (wenn Sie es nicht schon längst kennen und wissen), dass Business-Kontakte Ihr Xing-Profil besuchen, um dort die Eckpfeiler Ihrer Karriere kennenzulernen.

Die Trennung von Privatem und Beruflichem sollte eigentlich für Sie nicht neu sein. Dennoch haben wir beobachtet, dass in diesem Bereich sehr viele Fehler begangen werden. Achten Sie also darauf, dass Sie in allen sozialen Netzen in denen Sie vertreten sind, die Nutzungsbedingungen und die Privatsphäre-Einstellungen genau studieren, um einen ungewollten Fauxpas zu vermeiden.

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